Lehre
Lehre bedeutet für mich, Räume zu schaffen, in denen Fragen und der eigene Lernprozess wichtiger sein dürfen als schnelle Antworten.
Teaching Philosophy Statement
Lehrphilosophie (PDF)Ob Jugendliche, Studierende oder Lehrer:innen in der Fortbildung – nachhaltiges Lernen entsteht für mich dort, wo Lernende Inhalte als bedeutsam erleben, Mitverantwortung für ihren eigenen Lernprozess übernehmen und Wandel als gestaltbar erfahren. Den Schwerpunkt meiner Lehre bildet die (Lehrer:innen-)Bildung für Nachhaltige Entwicklung. Ich verstehe mich als Lernbegleiterin, die einen klaren Rahmen setzt und Lernenden darin auf Augenhöhe begegnet.
Verstehen statt Reproduzieren
Was nur auswendig gelernt ist, ist schnell wieder vergessen. Was bleibt, ist das, was verstanden wurde. Dafür brauchen Inhalte Relevanz für die Lernenden, und Lernende brauchen Gestaltungsspielraum, um Verantwortung für Prozess und Ergebnis zu übernehmen.
Mindsets for/of Change
Meine Forschung und meine Lehre sind in das Konzept Mindsets for/of Change eingebettet, das auf einem Growth Mindset nach Carol Dweck aufbaut. Mindsets of Change begreifen Wandel als Grundbedingung unserer Welt, Mindsets for Change als Prozess, den wir bewusst mitgestalten können. Haltungen wie Offenheit für Feedback, Ambiguitätstoleranz und Kooperation sollen meine Studierenden in meinen Lehrveranstaltungen selbst erfahren, um sie gegebenenfalls später als Lehrpersonen fördern zu können.
Ziele für meine Studierenden
- Systemisches Denken und Gestaltungsfähigkeit: Mensch-Umwelt-Systeme verstehen, die Folgen des eigenen Handelns einschätzen und Handlungsmöglichkeiten erkennen.
- Professionelles Handeln in heterogenen Gruppen: Fachinhalte und Fachdidaktik zu Lernprozessen verbinden, die an unterschiedliche Voraussetzungen anschließen.
- Selbststeuerung, Reflexion und eine Haltung des Wachsens: eigene Fragestellungen bearbeiten, den eigenen Lernprozess reflektieren und offen für Feedback bleiben.
Wie ich lehre
Ich verbinde Freiheit mit Struktur: Studierende entwickeln eigene Forschungsfragen oder entwerfen und erproben eigene Unterrichtseinheiten. Die anfängliche Unsicherheit ist gewollt, denn sie ist ein Übungsfeld für Ambiguitätstoleranz. Damit sie produktiv wird, setze ich auf drei Elemente:
- Feedback und Critical Friends: Studierende begleiten einander kritisch und wohlwollend, und auch von mir bekommen sie laufend Rückmeldung.
- Struktur und Transparenz: klare Rahmenbedingungen und Unterstützung in Teilschritten, die ich zurücknehme, sobald sie nicht mehr nötig ist.
- Reflexion und Gespräche auf Augenhöhe: über das, was gelernt wurde, was offen bleibt und welche Emotionen ein Thema auslöst.
Es ist mir sehr wichtig, die Gruppe zu Beginn bewusst kennenzulernen, um unterschiedliche Erfahrungen und Perspektiven als Ressource für das gemeinsame Lernen zu nutzen.
Woran ich erkenne, dass Lernen gelingt
Ziele, Methoden und Beurteilung stimme ich aufeinander ab und lege offen, was ich beurteile und warum. Reflexive Teile, Portfolios sowie Selbst- und Peer-Beurteilung zeigen, ob Lernen über Reproduktion hinausgeht und ob Studierende Rückschläge als Lerngelegenheiten nutzen. Meine eigene Lehre entwickle ich mit Rückmeldungen von Studierenden und Kolleg:innen laufend weiter.
Lehrerfahrung
Ich lehre vor allem in der Fachdidaktik Geographie und in der Bildung für Nachhaltige Entwicklung: mit Studierenden im Bachelor- und Masterstudium, mit Lehrer:innen in Fortbildungen und mit Jugendlichen zwischen 12 und 18 Jahren in Forschungs-Bildungs-Kooperationen.
Mein Ziel ist, dass Lernende Wandel als gestaltbar erfahren – bei sich selbst und in der Welt. Wenn meine Studierenden diese Erfahrung später als Lehrpersonen weitergeben, wirkt Lernen weit über meine Lehrveranstaltungen hinaus.
Das vollständige Statement gibt es oben als PDF.
